Clubausflug Lefkada 30.09.2017 – 14.10.2017

Dieses Jahr wurde unser Herbst-Clubausflug das erste mal nach Griechenland gemacht. Die Wahl viel auf Lefkada, ein etwa 35x15km großes Inselchen im Ionischen Meer.

Lefkada von oben
Lefkada von oben

Mit 4 Piloten und 2 Begleitungen reisten wir per Flugzeug von Frankfurt aus an. Wir wurden direkt vom Flughafen abgeholt, zu unserer Unterkunft im Örtchen Agios Nikitas gebracht und waren eine halbe Stunde später direkt schon wieder im Bus zum Startplatz. Dort lernten wir unseren Guide Jannis und den Hausberg Big Blue kennen. Wir haben noch alle einen Abgleiter zum Kennenlernen des Gebiets gemacht.

Big Blue
Entspannen auf dem Startplatz Big Blue

Am Abend kamen noch Petra und Beate hinzu und am Montag rückten Peter und Bettina nach.

Die nächsten Tage verliefen ganz entspannt. Erstmal ausschlafen, ab Mittag ging es dann zum etwa auf 500m Höhe gelegnen Privatstartplatz Big Blue an der Westküste. Der Landeplatz war ein kleiner etwas abgelgener Strandabschnitt. Thermisch konnte man zwar lange Fliegen, jedoch kam man nur sehr schwer bis zur Basis und zu den höheren Bergen hoch.

Banana Bar Strand
Landeplatz, nach dem Flug ist vor dem Baden

Deshalb wurde auch gerne mal die ein oder andere Thermik liegen gelassen um schneller zum Strand zu kommen. Dort wurde gebadet, geschnorchelt oder in der Banana Bar ein Landebier genossen. Wer Lust hatte konnte auch noch mal hochfahren und noch mal fliegen. Von der Banana Bar aus war der Sonnenuntergang auch besonders malerisch und im Dunkeln kamen wir dann wieder in Agios Nikitas an wo dann eine Taverne angesteuert wurde. Besser konnte es also gar nicht laufen.

Banana Bar Sonnenuntergang
Sonnenuntergang von der Banana Bar aus

Am 02. Oktober stand das erste mal Fliegen an der Ostküste auf dem Programm. Also ging es schon morgens los und wir kurvten über die gesamte Insel. Schon auf der Fahrt gab es allerlei zu sehen. Kleine Bergdörfer, teils verlassene, teils aktive Militäranlagen auf den höchsten Bergen in der Inselmitte, Bauern bei der Weinlese, Kühe und Ziegen auf der Straße und eine traumhafte Aussicht.

Bergdorf und Militäranlagen
Bergdorf und alte Militäranlage in der Inselmitte

Nach 20 min Fußmarsch gelangten wir zum ca 1100m hoch gelegenen Startplatz. Das Fliegen dort war ganz anders. Thermisch ging es sehr gut hoch, jedoch war die Basis nur wenige 100m oberhalb vom Startplatz. Wir flogen also so lange wir wollten unter und zwischen den Wolken und bogen dann nach und nach ab Richtung Meer und Landeplatz.

Ostküste Panorama
Aussicht vom Oststartplatz

Am 04. Oktober beschlossen wir Speedboot fahren zu gehen. Dazu fuhren wir morgens an die Ostküste und mit 5 Booten und je 40PS Außenboardern ausgestattet heizten wir über das Wasser zwischen den Inseln durch. In einer Bucht haben wir geankert und sind baden gegangen, wir haben vom Boot aus die vielen kleinen Inseln und andere Wasserfahrzeuge inspiziert und haben einen kleinen Zwischenstopp zum Mittagessen gemacht.

Speedboot
Immer nur fliegen ist ja auch nix, man muss auch mal das Element wechseln

Am Nachmittag war dann keiner mehr motiviert Fliegen zu gehen und viele sind zum Milos Beach gelaufen, der unweit unserer Unterkunft ist und haben dort den Tag ausklingen lassen.

Milos Beach
Milos Beach, da lässt es sich auch aushalten

Am nächsten Tag war es bewölkt. Das kannten wir bis dahin noch gar nicht. Wir haben dann ein bisschen Sightseeing gemacht und sind Nachmittags von Exanthia aus gestartet. Dies ist der öffentliche Startplatz an der Westküste etwas nördlich vom Big Blue. Gelandet wurde am Kathizma Strand, wo deutlich mehr los ist und es viele Bars gibt. Jedoch war auch dort am Saisonende das Touristenaufkommen überschaubar und wir konnten noch im laminaren Seewind groundhandeln.

Exanthia Startplatz
Öffentlicher Startplatz in Exanthia, auch hier ist das Pilotenaufkommen überschaubar

Am 07. Oktober kam nicht nur Regen mit starken Wind sondern auch unsere drei Nachzügler an. Diesen Tag verbrachten wir mit Strandspaziergängen und Kletterexperimenten. Der starke Wind hatte starken Wellengang zur Folge, der auch das Schwimmengehen unmöglich machte. Am Abend wurden die Ankunft der Nachzügler ausgiebig gefeiert, was dazu führte, dass wir am folgenden Tag alle etwas unfit waren. Nur zwei aus unserer Gruppe sind geflogen und am Nachmittag haben wir Lefkada Stadt besucht.

Wellen
Bettina flüchtet vor der Welle

Am 10. Okober war wieder tolles Ostküstenwetter und alle flogen in der Thermik. Leider kam Beate an diesem Tag nach Totalzerstörer am Rettungsgerät runter. Nach etwa einer Stunde Rettungsaktion konnte Sie aus unzugänglichem Gelände unverletzt geborgen werden. Einige machten Nachmittags noch einen Flug an der Westküste, Beate wollte sich ein bisschen erholen, war dann aber beim Abendessen schon wieder dabei.

Ostküste
Flug an der Ostküste, wunderschön, zumindest mir funktionstüchtigem Gleitschirm

Am nächsten Tag stellten sich bei Beate Symptome einer Gehirnerschütterung ein und sie wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Gruppe ist wieder zur Ostküste aufgebrochen. Die Thermik war am Anfang noch schwach, zwei Piloten warteten aber mit dem Start und sind über die ganze Insel geflogen um dann an der Westküste an der Banana Bar zu landen. Die anderen fuhren mit dem Auto am Nachmittag wieder zum Big Blue und genehmigten sich dort noch den ein oder anderen Flug.

Banana Bar
Banana Bar, hier lässt es sich aushalten

Die letzten Urlaubstage verbrachten wir ganz ähnlich und auch Beate hielt die verordnete Bettruhe nicht mehr durch und begleitete uns als Fußgänger und Fotograf.

Kathisma Beach
Kathisma Beach von oben

Lefkada hat auch für Nichtflieger einiges zu bieten. Neben traumhaften Stränden gibt es auch jede Menge Sehenswürdigkeiten, jedoch ist man definitiv auf ein Auto angewiesen. Es gibt zwar einen Bus, der fährt aber äußerst selten. Lefkada hat keinen Massentourismus und es geht gerade in Agios Nikitas sehr beschaulich zu.

Agios Nikitas
Agios Nikitas, beschauliches Örtchen an der Westküste von Lefkada

Für Piloten ist Lefkada einfach nur traumhaft. Am Startplatz und in der Luft gibt es keinen Streß und kein Gedränge, wir waren fast immer unter uns. Von 14 Urlaubstagen hatten wir 13 Tage fliegbar. Auf diesem Inselchen gibt es die Westküste und Ostküste die beide völlig anderen Charakter haben. Die Ostküste mit starker Thermik und Traumkulisse mit den vielen vorgelagerten Inseln und den vielen Segelbooten, während an der Westküste eher gemütliches soaren mit Blick über das weite ionische Meer angesagt ist.

Charly vor Traumkulisse
Charly vor Traumkulisse

Unsere Guides Jannis, Angeliki und Panos haben sich hervorragend um alles gekümmert und wir haben schon unser Wiederkommen angekündigt.